Zuerst das Wichtigste: Judo ist der coolste Sport überhaupt und macht Riesenspaß!


Über die Entstehung und Entwicklung des Judo wurde schon viel Gutes und Informatives geschrie­ben. Wir verweisen deshalb auf die Links weiter unten und konzentrieren uns auf das Wesentliche.

Judo ist eine Sportart, die von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern gleichermaßen praktiziert werden kann. Bis min­destens zum 8. Lebensjahr erfolgt die Ausübung des Judo sehr spielerisch. Wer die Freude am Judo kennengelernt hat bleibt oft bis ins Alter dabei. Selbst bei körperlichen Gebrechen besteht die Mög­lichkeit sich auf die Techniken zu konzentrieren, die der Körper noch zulässt. Insofern ist es auch möglich in jedem Alter als Anfänger oder als Wiedereinsteiger Judo zu betreiben.

Speziell für Kinder und Jugendliche ist wichtig, dass sowohl das Körperliche als auch das Geistige im Judo eine große Rolle spielen. Man braucht nicht nur Ausdauer und Kraft, sondern eben auch „Köpf­chen“. Man wird vor allem dann ein besserer Judoka, wenn gute Partner zur Verfügung stehen. Inso­fern sind Judoka immer bestrebt, in partnerschaftlicher Arbeit gemeinsam besser zu werden.

Im Judo des Deutschen Judo-Bundes (DJB) unterscheiden wir acht Schülergrade (Kyu-Grade) und zehn Meis­tergrade (Dan-Grade). Ab dem 6. Dan können die Grade nur noch ehrenhalber verliehen werden.

Obwohl die Wurzeln des Judo viel weiter zurückgehen, gilt Prof. Jigoro Kano (1860 – 1938) als Begrün­der des Judo in seiner heutigen Form.

Im Jahr 1882 gründete der damals 22-jährige Jigoro Kano die Judo-Schule Kodokan. In dieser auch heute noch weltberühmten ersten Judo-Schule wurde unter anderem die Go-Kyo-Wurfsystematik ent­wickelt, die aus 40 Grundwürfen, unterteilt in fünf Stufen, besteht.

Der Judosport hat sich zwar aus der Selbstverteidigung heraus entwickelt, enthält aber heute nur Tech­niken, die den Partner nicht verletzen sollen. Daher stammt auch der Name Judo, der üblicher­weise als „Der sanfte Weg“ ins Deutsche übersetzt wird. Das heutige Breitensport-, Leistungssport- und Wettkampfsystem beinhaltet Wurftechniken (Nage-waza) und Bodentechniken (Ne-waza). Nicht ent­halten sind die verletzungsträchtigen Schlag-, Tritt- und Stoßtechniken oder gar der Einsatz von Schlag­waffen. Hier grenzt sich Judo klar von anderen fernöstlichen Kampfsportarten wie Karate, Taekwon-Do, Kendo oder Ju-Jutsu ab. Judo ist selbst in Übungskämpfen (Randori) auf das Miteinan­der gerichtet, nicht auf das Gegeneinander. Im Wettkampf möchte der Judoka aber natürlich gewinnen – ohne an­dere oder sich selbst zu verletzen.

Wir halten fest: Tritte und Schläge, wie sie z.B. im Karate üblich sind, sind im Judo nicht erlaubt. Im Judowettkampf führen diese zur sofortigen Disqualifikation. Ganz oben auf der Prioritätenliste des Judo steht der Schutz des Judoka und seiner Partner. Nicht zuletzt deshalb schreibt man dem Judosport die Fähigkeiten zu, Freundschaft zu fördern sowie soziale Kompetenz und Teamfähigkeit zu vermitteln.

www.b-j-v.de/judo-entdecken/was-ist-judo

de.wikipedia.org/wiki/Judo

www.badische-zeitung.de/erklaers-mir/erklaer-s-mir-was-ist-eigentlich-judo

 

Ernsthaftigkeit

Sei immer konzentriert bei der Sache. Entwickle eine positive Trainingseinstellung und übe fleißig.

Bescheidenheit

Spiele Dich selbst nicht in den Vordergrund. Sprich über Deinen Erfolg nicht mit Übertreibung. Orientiere Dich an den Besseren und nicht an denen, deren Leistungsstand Du bereits erreicht hast.

Mut

Nimm Dein Herz in die Hand – im Randori, im Wettkampf und im Leben selbst. Gib Dich niemals auf, auch nicht bei einer drohenden Niederlage oder bei einem scheinbar übermächtigen Gegner.

Ehrlichkeit

Sei immer ehrlich und kämpfe fair, ohne unsportliche Handlungen und ohne Hintergedanken.

Hilfsbereitschaft

Sei anderen gegenüber stets hilfsbereit: Unterstütze als (Trainings-) Älterer die Jüngeren. Hilf Deinem Partner, die Techniken korrekt zu erlernen und Neuen, sich in der Gruppe zurechtzufinden.

Selbstbeherrschung

Achte stets auf Pünktlichkeit und Disziplin – beim Training, Wettkampf und im Leben. Verliere auf der Matte nie die Beherrschung, auch nicht in Situationen, die Dir unfair erscheinen.

Wertschätzung

Erkenne die Leistung jedes Anderen an, wenn dieser sich nach seinen Möglichkeiten ernsthaft anstrengt.

Höflichkeit

Behandle Deine Trainingspartner, Wettkampfgegner und Mitmenschen wie Freunde. Zeige Deinen Respekt gegenüber jedem Judo-Übenden durch eine ordentliche Verneigung.

Respekt

Begegne jedem mit Respekt. Behandle Deine Lehrer und Judofreunde immer zuvorkommend und erkenne die Leistungen anderer an.

Freundschaft

Achte all diese Werte und alle Menschen, dann wirst Du nicht nur beim Judo Freunde finden.